David Baldacci – Absolute Power

Wer der englischen Sprache zwar mächtig, aber kein Native Speaker ist, wird anfangs so seine Probleme haben, einerseits in die Geschichte einzusteigen, andererseits die vielen amerikanischen Redewendungen zu verstehen. Jedoch machen gerade diese Redewendungen bei genauerer Betrachtung reichlich Spaß! (“You scared the hell out of me!”)

Inhaltlich ist das Ganze ein spannender Thriller, man kann die Verfilmung beinahe schon vor sich sehen, durch die Nähe zum Anwaltsbusiness erinnert das Setting beinahe an John Grisham und den Vergleich braucht man definitiv nicht zu scheuen.

Fazit: Ein spannender Thriller, spannende englische Originalfassung.

 

Monika Felten – Die Hüterin des Elfenfeuers

Nun also der dritte Teil der Elfensaga. Im Klappentext wird recht groß angekündigt, dass alle Geheimnisse aufgelöst werden, das hab ich jetzt nicht so empfunden. Mit einer Zeitreise, die am Schluss genauso seltsam endet, wie sie begonnen hat, beantwortet man eigentlich keine Fragen.

Noch dazu könnte es ohne Weiteres noch einen weiteren Teil geben, es gibt keinen richtigen Abschluss, schlicht kein zufriedenstellendes Ende. Spannend und fesselnd ist das Buch genauso wie die anderen und auch das man nun die Vorgeschichte der Personen erfährt, die im ersten Teil die erwachsenen Hauptpersonen erfährt, ist eine nette Idee (man sollte allerdings nicht zu viel Abstand zum ersten Teil haben, sonst wird man sich wohl nicht mehr recht erinnern).

Fazit: Etwas unzufriedenstellender Abschluss der Saga von Thale.

 

Roman Rausch – Und ewig seid ihr mein

Grundsätzlich kann ich ja keine Bücher weglegen, aber bei diesem hier hab ich ernsthaft drüber nachgedacht. Eigentlich kann ich CSI und alle möglichen anderen grauslichen Krimiserien oder OPs am offenen Herzen ohne Gruseln anschauen, aber bei diesem Buch war ich echt knapp davor, psychisch aufzugeben.

Das eigentliche Thrillerhafte ist eigentlich die Personenführung, aber wie Rausch die Greueltaten des Mörders beschreibt, grenzt einfach an Folter, wenn man gezwungen ist, sich das Ganze bildhaft vorzustellen (was beim Lesen halt automatisch passiert). Von den Schmerzen der Opfer gar nicht zu sprechen …

Fertig gelesen hab ichs trotzdem, ab der Hälfte konzentriert es sich dann tatsächlich auf die Auflösung der Verhältnisse der beteiligten Personen, was dann auch zu etwas Verwirrung führen kann, aber auch die Genialität der Ausarbeitung der Geschichte zeigt.

Fazit: Ein grandioser Thriller, aber nicht als Einschlaflektüre und nichts für Zartbesaitete.

 

Currently Reading:
Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis (Amazon)

(Dazu ist anzumerken, dass ich die letzten zwei Tage eine lange Zugreise absolviert habe, und es in dieser Zeit geschafft hab, sage und schreibe die Hälfte der fünf Bände zu verschlingen …)

Clotaire Rapaille – Der Kultur Code

Stark amerikanisch geprägtes Buch über Codes in der Werbung, mit Erklärungen, warum Amerikaner so viel arbeiten und so viel essen. Durch Studien mit Probanden aus verschiedenen Ländern untersucht Rapaille, wie unterschiedlich Amerikaner und Franzosen beispielsweise Essen sehen, was Amerikaner mit Familienessen verbinden und warum dies in Japan überhaupt nicht gebräuchlich ist.

Unterhaltsam zu lesen, mit Beispielen erläutert, teilweise auch auf aktuelle Werbungen anzuwenden, wenn man näher darüber nachdenkt. Schade ist, dass es so stark amerikanisch geprägt ist, für den Europäer wäre eine stärkere Ausrichtung in Richtung der Unterschiede zwischen Frankreich, Italien, Deutschland und anderen europäischen Ländern interessant.

 

Eduard Mörike – Mozart auf der Reise nach Prag

Zwischendurch mal ein bißchen kurzweilige ältere Literatur. 1855 von Eduard Mörike anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten geschrieben. Eine Künstlernovelle, die von einer frei erfundenen Begebenheit im Rahmen einer tatsächlich stattgefundenen Reise Mozarts erzählt. Kurzweilig geschrieben, tatsächlich als Novelle eher kurz, Unterhaltsames für zwischendurch.

 

Henning Mankell – Hunde von Riga

Eins muss man ihm lassen, beim Wallander bleibt wirklich kein Stein auf dem anderen. In jedem Buch erschließt sich eine neue persönliche Facette, er erlebt eine Weiterentwicklung, die man bei einer derartigen Krimireihe nicht unbedingt erwarten würde. 

Noch dazu spielt der Großteil des Buches in Riga, man kann sich die dortigen Zustände als Europäer im 21. Jahrhundert kaum vorstellen. Obwohl es sich um einen Roman handelt, scheint die politische Situation äußerst detailliert portraitiert zu sein, und das ohne zu langweilen, sondern schlicht spannend.

Kathy Lette – Keine Frau ist eine Insel

Männer bezeichnen Frauen oft als blöde Kühe.
Frauen wissen zuverlässig, dass Männer niemals an Rinderwahnsinn erkranken können … weil sie nämlich Schweine sind.

Wieder mal ein ziemlich irrer Frauenroman von Kathy Lette. Nach diesem Roman muss ich sie echt im Regal neben Steffi von Wolf einordnen, die erfindet auch immer so irre Geschichten und Figuren. Wobei ihre Personen noch um einiges skurriler sind.

Aber was hier bis zum Happy End alles über die Protagonistin Shelly hereinbricht, muss man sich mal einfallen lassen. Da braucht man schon eine äußerst lebhafte Phantasie …

 

U. A. O. Heinlein – Der Infekt

Was soll ich sagen, ein genialer Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt (wenn man nicht durch reale Personen davon abgelenkt wird ;-).

Also echt, die Heinlein-Bücher kann ich nur jedem empfehlen, der mit diesem Genre was abgewinnen kann.

Green and Lundquist Website

 

Tommy Jaud – Millionär

Der Saal kocht, als hätte Eminem gerade seinen Hip Hop Battle gewonnen und Deutschland die WM. Shahin und ich umarmen uns, wir klatschen uns ab und schreien uns an.
“ICH BIN DER PFEIF-ADAIR!”
“UND ICH DER BESCHWER-ADAIR!!!”

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Den Vorgänger Vollidiot hab ich gelesen, den Film nicht gesehen, Oliver Pocher ist ja nicht so mein Fall und ich hätte den auch optisch nicht so als Simon Peters gesehn.

Jedenfalls hat der gute Simon hier im Endeffekt wesentlich mehr Glück als in Vollidiot, aber das Buch kommt nicht als bloßer “Zweiter-Teil-Abklatsch” daher, sondern lebt durchaus von kreativen eigenen Ideen. Wenn man halbwegs Zeit hat, ist man da rasch durch, kurzweilige Unterhaltung at its best.