Thomas Glavinic – Das bin doch ich

„Mein Gott, mit dir ist ja nicht zu reden! Bist du denn überhaupt nicht neurotisch?“ – „Nicht, dass ich wüsste.“

Dieser Roman (gut, dass es groß auf dem Titel steht …) spielt in erster Linie mit der Frage, ob sich der Autor tatsächlich selbst beschreibt. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive erzählt, der Protagonist ist ein durchschnittlich erfolgreicher Autor namens Thomas Glavinic, der dem Erscheinen seines nächsten Buches entgegenfiebert. Er beneidet seinen Freund Daniel Kehlmann, dessen Buch sich zum Bestseller entwickelt hat, versinkt regelmäßig in Selbstzweifeln und vermutet in jedem Zwicken einer Körperstelle eine Krankheit. Diese Alltagschwierigkeiten und seine anderen Verhaltensauffälligkeiten ertränkt er in unüberschaubaren Mengen Alkohol. Für manchen Leser mag die Auflistung von bekannten Namen und die Beschreibung von Lesungen, Buchparties und anderen Festlichkeiten schon aufwiegen, dass sich die Frage nach dem Wahrheitsgehalt der unterschiedlichen Episoden nicht beantworten lässt. Für mich war das inhaltlich und stilistisch etwas zu wenig.

Ich denke über das Buch nach, dass ich am Nachmittag gelesen habe. Wie so oft, wenn ich getrunken habe, beginne ich allerhand selbstquälerische und von Selbstmitleid nicht gänzlich freie Fragen aufzuwerfen: Mache ich möglicherweise den gleichen Fehler wie so viele andere Schriftsteller, überschätze ich mich? Bin ich in Wahrheit ein durchschnittlich begabter, leichtgewichtiger Autor, der nie imstande sein wird, ein Meisterwerk zu schreiben, ebenso wie er nie imstande sein wird zu erkennen, was in Wahrheit sein Niveau ist? Das Talent, das ich angeblich habe – ein Irrtum?

Rachel Cusk – Outline

Der Wunsch nach Freiheit und Bewegung trieb mich an, als würde ich an einem Faden vorn an meiner Brust gezogen. Ich kannte den Impuls nur zu gut; inzwischen hatte ich gelernt, dass es sich, anders als ursprünglich gedacht, nicht um den Ruf der weiten Welt handelte. Es war einfach nur der Wunsch, meinem eigenen Leben zu entkommen. Der Faden führte nirgendwohin, außer vielleicht in die grenzenlose Ödnis der Anonymität.

Gestern Abend als ich diesen Roman zu Ende gelesen hatte, war ich kurzfristig echt sauer. Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, meine ich, das literarische Konstrukt entziffert zu haben, das dazu geführt haben mag, dass mich dieser Standard-Artikel auf das Buch neugierig machte.

Die Erzählerin des Romans reist nach Athen, um einen Kurs für Schriftsteller zu geben. Der Leser erlebt sie im Gespräch mit Unbekannten, Freunden, die sie in Athen trifft und ihren Schülern, die alle Teile ihres Lebens preisgeben, während wir von der Erzählerin nahezu nichts erfahren. Einzelne Bruchstücke muss man finden und festhalten: sie hat (oder hatte?) Ehemann und Familie, ihre Kreditberaterin ruft an, um ihr die Erhöhung des Kreditrahmens zu verweigern.

Beim zweiten Lesen enthält das letzte Kapitel einige Hinweise. Keine Spoiler von meiner Seite. Der oben zitierte Artikel gibt mehr Preis, als ich es hier tun werde. Auf dem Klappentext wird TheGuardian zitiert: „Einer der sonderbarsten, originellsten und aufregendsten Romane seit Langem.“. Sonderbar definitiv, originell lasse ich auch gelten. Aufregend fand ich im ärgerlichen Sinne jedoch nur das Ende. Aber vielleicht ist das der Cliffhanger als Auftakt für die geplante Trilogie.

Nick Hornby – All You Can Read

Auf eine kurze Phase der literarischen Inspirationslosigkeit (die Liste der in der Bücherei verfügbaren Bücher, bei denen ich jeweils überprüfe, welches gerade verfügbar ist, war auf wenige Bände zusammengeschrumpft, andere Ideen waren auch gerade aus) folgte eine Phase, in der mir die Bücher nur so zuflogen. Über Julya Rabinowich kam diese Empfehlung: 10 German Books by Women We’d Love to See in English . Ich will alle 10 lesen und muss den Literary Hub RSS Feed abonnieren. Im Zusammenhang mit der Fußball EM in Frankreich kam diese interessante Sammlung daher, der Artikel ist furchtbar zu konsumieren (nichtmal Instapaper hilft da), aber die Empfehlungen aus den Teilnehmerländern erweitern definitiv den Horizont. Heute habe ich außerdem entdeckt, dass die Liste der österreichischen Literaturcaches nicht aktuell ist, scheint, als würde die nicht mehr gepflegt. Sie geht nur bis 25 und ich habe heute 31 und 34 entdeckt. Noch mehr zu tun!

Ein Zufallsfund in der Bücherei war Nick Hornbys All You Can Read. Es handelt sich um eine Sammlung von Kolumnen, die er für eine britische Literaturzeitschrift schrieb. Mit dem gewohnten Witz und viel Ironie beschreibt Hornby gelesene Bücher, so dass man sich aus jeder Kolumne zumindest eine Empfehlung herauspicken kann. So richtig schmunzeln durfte ich auch, als ich darin eine Empfehlung fand, die schon seit Längerem bei mir im Regal der ungelesenen Bücher steht.

Wir alle wissen, dass die Begleitumstände beim Lesen eines Buchs mindestens so wichtig sind wie das Buch selbst, und ich las Gilead zu einer seltsamen Zeit. Ich war in Großbritannien auf Lesereise, und ich hatte mich selbst und den Klang meiner Stimme satt, hatte es satt, in doofen Radiosendungen zu Gast zu sein, wo es mir überraschend leicht fiel, meinen eigenen, fein ziselierten Roman auf idiotische Soundbites zu reduzieren: Wenn je jemand des erstaunlichen Seelenfriedens bedurfte, zu dem Marilynne Robinson in ihrem Buch findet – wie gelingt einem das bei etwas, das aus Wörtern gebaut ist? –, dann ich. Caveat emptor, aber wenn es Ihnen nicht gefällt, sind sie ein Mensch ohne Seele.

Und dann hab ich auf einmal einen Stapel an Büchern herumliegen, eine lange Liste, die für Jahre reichen sollte, vier Draft Posts begonnen und weiß nicht, was ich zuerst lesen soll … zum Glück ist Sommer!

Nicole Krauss – Die Geschichte der Liebe

Nachdem sie weg war, brach die Welt zusammen. Kein Jude war mehr sicher. Es gab Gerüchte über unfassbare Dinge, und weil wir sie nicht fassen konnten, glaubten wir sie nicht, bis wir keine Wahl mehr hatten und es zu spät war.

Obwohl einer der Alternativtitel für das Buch im Buch „Wörter für alles“ lautet, fehlen mir beinahe die Worte, um zu beschreiben, wie sehr mir dieser Roman gefallen hat. Ich werde drei bis fünf Exemplare kaufen müssen, um sie an alle zu verschenken, denen das auch gefallen könnte.

Das Buch beginnt und endet mit Leo Gursky, polnischer Jude, als Junge überlebte er die ersten Überfälle der Nazis auf sein Heimatdorf Slonim, später konnte er nach Amerika flüchten. Seine Gedanken sind immer bei Alma, in die er verliebt ist, die bereits vor ihm nach Amerika auswandern konnte. Als er sie schließlich findet, ist sie mit einem anderen verheiratet.

Auf einer weiteren Zeitebene lernen wir Alma Singer kennen. Ihr Vater ist vor Jahren gestorben, ihr Bruder erinnert sich kaum noch an ihn und sucht Zuflucht in intensiv gelebtem jüdischem Glauben, er hält sich für einen möglichen nächsten Messias. Almas Mutter ist in ihrer Arbeit versunken und existiert nur als Schatten ihrer selbst, bis sie von einem Unbekannten den Auftrag erhält, „Die Geschichte der Liebe“ zu übersetzen. Das Buch, das sie von Almas Vater geschenkt bekommen hat.

Jeder zusätzliche Hinweis auf den kunstvoll verschlungenen Inhalt würde zu viel verraten. Ganz grob erinnert die Storyline (jüdischer Hintergrund, Verlust der Familie, Suche nach den verloren geglaubten Verwandten) an ein Buch, das ich letztes Jahr gelesen habe: Solange am Himmel Sterne stehen. Im Vergleich dazu fehlen hier der Zuckerguss und die Sterne, dafür sind die Charaktere fein gezeichnet und jeder lose Faden führt am Ende zu einem perfekten Ganzen. Definitiv die bessere Geschichte. Eben die Geschichte der Liebe. Leseempfehlung.

Reading Challenge: A book that was originally written in a different language
(Die Originalausgabe erschien 2005 unter dem Titel „The History of Love“ bei W.W. Norton & Company, New York)

John Irving – Letzte Nacht in Twisted River

Vielleicht trug dieser Moment der Sprachlosigkeit dazu bei, dass Daniel Baciagalupo Schriftsteller wurde. Diese Momente, in denen man weiß, dass man etwas sagen sollte, einem die richtigen Worte aber nicht einfallen – als Schriftsteller kann man diesen Momenten nicht genug Bedeutung beimessen.

Es ist ein raues Pflaster. Das Holzfällerörtchen Twisted River, in dem der Koch Dominic mit seinem Sohn Danny lebt. Aus ihrem beschaulichen Leben im Kochhaus wird jedoch eine lebenslange Flucht, nachdem der 12-jährige Danny versehentlich die Geliebte seines Vaters mit einer Bratpfanne erschlägt, weil er sie für einen Bären hält. So absurd, dass es schon wieder zu gut erfunden ist …

Pläne, Pläne, Pläne – wir schmieden Pläne für die Zukunft, als würde diese Zukunft garantiert eintreffen!

Mehrmals bauen sich Danny, der unter einem Pseudonym zum Bestsellerautor wird, und sein Vater Dominic eine neue Existenz auf. Auf der Flucht vor dem Cowboy, der sich wegen des Todes der Indianerin an Dominic rächen will, müssen beide Frauen zurücklassen und immer wieder ihre Heimat aufgeben. Letztendlich landen sie sogar außer Landes – in Toronto, wo sie der Cowboy dann doch noch aufspürt. Gerade auf den Fersen des alten Freundes Ketchum, der die beiden stets zu ihrer Sicherheit außerhalb der USA sehen wollte.

Wie passend, dass die sterblichen Überreste eines Kochs in einer Dose Arnes’ New York Steak Spiee untergebracht waren! Dominic Baciagalupo, dachte sein Sohn, der Schriftsteller, hätte sich darüber womöglich köstlich amüsiert.

Es ist schwierig, diese Geschichte zusammenzufassen, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Sie erzählt den größten Teil von Dannys, Dominica und Ketchums Leben und auch viele Geschichten zu den Personen, die ihnen auf ihrem Weg begegnen und sie ein Stück begleiten. Ich kann noch immer nicht identifizieren, wieso mich diese Geschichte deutlich kälter gelassen hat, als etwa Gottes Werk und Teufels Beitrag oder Bis ich dich finde. Die großen Lebensthemen bleiben nicht aus. Auch Bezüge zu geschichtlichen Ereignissen wie dem Vietnamkrieg verdeutlichen die Zeitebenen und zeichnen beinahe wie nebenbei ein Bild der amerikanischen Gesellschaft. Trotzdem glänzen die emotionalen Beziehungen von Dominic und Danny durch Abwesenheit gerade der großen Emotionen. Der Fokus liegt eindeutig auf den Vater-Sohn-Beziehungen. Und trotzdem freuen wir uns über den nochmaligen Auftritt der Heldin Lady Sky …

So versuchen wir unsere Helden am Leben zu erhalten; deshalb erinnern wir uns an sie.

Philippe Dijan – Erogene Zone

Berlin

Dieses Mädchen, wenn es einen anlächelt, dann hat man das Gefühl, ihre Augen verfärben sich, und ich bin in diese Vorgänge regelrecht verliebt, auch wenn mich das zu einer leichten Beute macht, sagen wir so, ich trage mein Kreuz.

Es könnte sich autobiographisch anfühlen, oder wie eine Hommage an Bukowski. Ein arbeitsloser Schriftsteller schlägt sich durchs Leben, das sich als eine Abwechslung von Schreibphasen mit Nichts-Tun-Phasen entfaltet. Bier und Zigaretten sind in jeder Phase mit dabei. Frauen bestimmen immer wieder seine Gedanken, letztlich steht er vor der Entscheidung zwischen seinem Roman und einer Frau. Der Ich-Erzähler zeigt sich als zielloser Herumtreiber, der nicht weiß, was er vom Leben will. Auch die Partynächte scheinen ihm keinen großen Spaß zu bereiten, die schönen Erlebnisse existieren nur in seiner Vorstellung.

Ich schwitzte und schnatterte zugleich, jetzt einfach ins Wasser gehen und danach in aller Ruhe nach Hause schlendern, ein Handtuch über den Schultern, ich hätte wer weiß was dafür gegeben, nur einmal das Gleiche tun können wie alle anderen auch, unter die Dusche springen und widerlich nach Sonnenöl riechen.

Es hat ein bißchen den traurigen Beigeschmack der Weiterentwicklung des Lebens. Selbst wenn das Leben nur aus Parties besteht, macht einen das nicht langfristig glücklich. Ein bißchen wie der Geschmack im Mund nach einer durchfeierten Nacht. Man kann sich damit identifizieren, aber es ist nicht unbedingt ein angenehmes Gefühl.

Und zu guter Letzt wieder Mal Kerouac. Es ist wie bei einer dieser Apps, die Musikverwandschaften darstellen (mein aktueller Favorit Discovr am iPad). Man kann durch drei Klicks von den Rolling Stones zu den Foo Fighters kommen. Kerouac ist der Kevin Bacon unter den Autoren.

Das Mädchen warf ihm einen wütenden Blick zu, bevor sie sich über ihre Spaghetti hermachte, und bis zum Ende der Mahlzeit ignorierte sie ihn völlig. Sie redete in einem fort, und ich rauchte und hörte mit halbem Ohr zu, ich bekam mit, dass sie in Ferien waren und dass sie drei volle Tage für 250 Kilometer gebraucht hatten, das sind vielleicht alles Arschlöcher hier in der Gegend, sagte sie, sowas hab ich noch nie erlebt, die letzten 200 Kilometer haben wir hinten auf der Ladefläche von ‘nem LKW verbracht, auf Kartoffelsäcken, so eine Scheiße, ich frag mich, wie Kerouac das gemacht hat.

Pascal Mercier – Nachtzug nach Lissabon

Lissabon(c)paulosimao/SXC

Und zu dieser sonderbaren, beunruhigenden Unzuverlässigkeit meines Urteils kommt noch eine Erfahrung hinzu, die, seitdem ich sie kennengelernt habe, mein Leben stets von neuem in eine verstörende Unsicherheit taucht: dass ich in dieser Sache, über die hinaus es für uns Menschen eigentlich nichts Wichtigeres geben kann, genauso schwanke, wenn es um mich selbst geht.

Wird ein Roman von der Kritik zu sehr hochgejubelt, kann dies auch dazu führen, dass man ihn gar nicht erst angreifen will, weil man sich vor einer zwangsläufigen Enttäuschung fürchtet. „Nachtzug nach Lissabon“ war für mich so ein Roman, der auf dem Regal der ungelesenen Bücher sitzend auf mich herunterstarrte. Die Bedenken hätten nicht unangebrachter sein können.

Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist – was geschieht mit dem Rest?

Der Lehrer Raimund Gregorius verlässt mitten im Unterricht seine Klasse, um sich auf den Weg nach Lissabon zu machen. Eine Portugiesin, die er nie wiedersehen wird, bringt ihn auf die Spur eines portugiesischen Autors und Schriftstellers. Dessen Gedanken zu unterschiedlichsten Bereichen des Lebens bringen Gregorius zum Nachdenken über sein Leben. Was hat er verpasst? Was hätte er anders machen können? Ein Roadmovie auf den Spuren von Amadeu de Prado beginnt. Gregorius lernt nicht nur den Autor sondern sich selbst neu kennen.

Es ist der Tod, der dem Augenblick seine Schönheit gibt und seinen Schrecken. Nur durch den Tod ist die Zeit eine lebendige Zeit. Warum weiß das der HERR nicht, der allwissende Gott? Warum droht er uns mit einer Endlosigkeit, die unerträgliche Ödnis bedeuten müsste?

Gregorius entdeckt Amadeu de Prado als äußerst vielfältigen und differenzierten Menschen. Sowohl seine Familie als auch seine damaligen Freunde spürt Gregorius auf. Er schafft es, von allen angenommen und ins Vertrauen gezogen zu werden. Er spielt Schach in einem verrauchten portugiesischen Schachclub, lässt sich eine neue Brille anpassen und kauft sich schließlich einen neuen Anzug. Durch das, was Gregorius über den Autor erfährt, erkennt er immer mehr über sich selbst und fühlt sich Prado zunehmend näher als seinem eigenen Leben zuhause in Bern.

Er vermisse auf der Liste die Liebe, sagte Gregorius. O’Kellys Körper spannte sich, und für eine Weile war er hinter dem Rausch wieder ganz wach. „Daran glaubte er nicht. Mied sogar das Wort. Hielt es für Kitsch. Es gebe diese drei Dinge, und nur sie, pflegte er zu sagen: Begierde, Wohlgefallen und Geborgenheit. Und alle seien sie vergänglich. …“

Obwohl Amadeu de Prado selbst nur durch die Worte in seinem Buch und durch die Erzählungen der Menschen, die ihn kannten, zu Wort kommt, prägt sein Leben Gregorius’ Bild von der Gesellschaft. Lange fragt man sich, zu welchem Ende Mercier diese Geschichte wohl führen wird: Wird Gregorius eine Wahrheit über sein Leben erkennen und dann geläutert zurückkehren? Wird er sein bisheriges Leben zurücklassen und in Lissabon die geheimnisvolle Frau von der Brücke wiederfinden? Wird Gregorius sterben und diese ganze verrückte Reise ist nur die Folge eines Gehirntumors, der ihm die Sinne verwirrt? Ahnt er bereits, das er sterben muss, als er aus seinem Leben ausbricht, um sich auf die Suche nach Prado zu machen?

Aber wenn wir uns aufmachen, jemanden im Inneren zu verstehen? Ist das eine Reise, die irgendwann an ihr Ende kommt? Ist die Seele ein Ort von Tatsachen? Oder sind die vermeintlichen Tatsachen nur die trügerischen Schatten unserer Geschichte?

Nicht alle Fragen werden beantwortet. Das ist auch nicht nötig, denn wer Gregorius’ und Prados Geschichte aufmerksam verfolgt, wird daraus problemlos Erkenntnisse für sich selbst ziehen können. Ein Meisterwerk, das Jubel und Recht zurecht erhalten hat.