Barry Swartz – The Paradox of Choice

Der Autor beschäftigt sich in diesem Buch mit der Frage, wie Menschen eine Entscheidung treffen und welche Faktoren diesen Entscheidungsfindungsprozess beeinflussen. Die Ausgangssituation: Noch nie gab es so viel Freiheit für Menschen, zu wählen, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Das beginnt bei der Frage der Ausbildung, des Wohnorts, des Partners und endet bei den kleinen alltäglichen Entscheidungen wie dem Kauf einer Hose oder der Auswahl einer Mahlzeit in einem Restaurant.

Generell scheint es logisch und wird vom Autor auch mit wissenschaftlichen Studien belegt, dass die Möglichkeit, zu wählen, auf Menschen einen positiven Effekt hat. Wir wollen die Kontrolle haben und uns frei entscheiden können. Wenn die Möglichkeiten, die uns zur Auswahl zur Verfügung stehen, jedoch so umfangreich sind, dass wir sie nicht mehr überblicken können, dann kehrt sich diese Möglichkeit der freien Entscheidung in einen negativen Effekt um.

Ein wissenschaftliches Beispiel dazu: Studenten dürfen aus einer Auswahl an Schokoladensorten kosten und bekommen anschließend eine Schokoladensorte ihrer Wahl oder ein anderes Geschenk als Dankeschön. Dabei zeigte sich, dass Studenten, die aus einer kleineren Auswahl an Schokoladensorten auswählen durften, eher dazu neigen, die Schokolade als Dankeschön zu wählen anstatt des anderen Geschenks. Mit ihrer Auswahl waren sie dann auch noch viel zufriedener als jene Studenten, die mit einer größeren Auswahl an Schokoloadensorten konfrontiert waren.

Daraus leitet Schwartz ab, dass eine größere Auswahl eher zu dem Gefühl führt, etwas verpasst zu haben oder möglicherweise die falsche Auswahl zu treffen. Er beschreibt das Konzept der Opportunity Costs: jede Auswahl bedeutet auch, andere Optionen nicht gewählt zu haben, diese entgangenen Möglichkeiten werden als Opportunity Costs (Alternativkosten) bezeichnet.

Comparisons are the only meaningful benchmark.

Der Autor beschreibt weiters, warum Vergleiche zur Unzufriedenheit beitragen. Einerseits steht uns nur der Vergleich als Möglichkeit zur Verfügung, um die Qualität einer Entscheidung zu bemessen. Andererseits kann ein Vergleich dazu führen, dass wir mit einer Entscheidung unzufrieden sind, die wir ohne Vergleich gar nicht erst in Frage gestellt hätten. Wenn im Restaurant das Gericht, für das wir uns nicht entschieden haben, an den Nebentisch getragen wird und viel ansprechender aussieht als dasjenige, das vor uns steht, dann wird die eigene Entscheidung dadurch erst abgewertet, die entgangene Möglichkeit vor Augen zu haben.

Das Buch schließt mit einigen Empfehlungen, wie wir uns der Fülle an Möglichkeiten und notwendigen Entscheidungen stellen können. Die Zusammenfassung: entscheiden, welche Entscheidungen wirklich wichtig sind. Ein Gericht in einem Restaurant auszuwählen, ist eine Entscheidung, die genau für diesen einen Tag wichtig ist, aber definitiv keine langfristigen Auswirkungen haben wird (potenzielle Salmonellenvergiftungen mal ausgenommen …). Die Entscheidung für eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz hingegen sollte abgewogen und nach rationalen Kriterien bewertet werden.

We must decide, individually, when choice really matters and focus our energies there, even if it means letting many other opportunities pass us by. The choice of when to be a chooser may be the most important choice we have to make.

Für alle, die an Speisekarten nicht nur wegen der Rechtschreibfehler verzweifeln, kann dieses Buch Hilfe auf der Basis wissenschaftlicher Fundierung bereitstellen. Trotz der vielen Beschreibungen von Experimenten ist es nicht trocken geschrieben und bietet viele Beispiele aus der Praxis. Ein deutschsprachiges Werk zum selben Thema habe ich übrigens bereits 2015 gelesen: Bas Kast – Ich weiß nicht, was ich wollen soll. Auch wenn sich die Inhalte teilweise überschneiden, ist es keine Zeitverschwendung, beide Bücher zu lesen, da sich die Zugänge unterscheiden und unterschiedliche Aspekte beleuchtet werden.

Katrin Rönicke – Bitte freimachen

Katrin Rönicke beschäftigt sich seit Längerem mit dem Thema Feminismus, nicht nur in diesem Buch, sondern auch in ihrem Lila Podcast. Darüber bin ich überhaupt erst auf das Buch gestoßen. Mit einer Freundin diskutiere ich immer wieder über das Thema, wir sind auch oft nicht einer Meinung. Daher hatte ich gehofft, mir etwas Input zu holen – Hintergründe zum Thema, andere Meinungen, Argumente zu bestimmten Aspekten und so weiter. Diese Erwartungen wurden nur so halb erfüllt.

So geht’s mir mit dem Feminismus allgemein immer wieder. Auf der einen Seite habe ich mich als Studentin an einer technischen Fachhochschule oft sehr geärgert über die Ungleichbehandlungen durch Lehrbeauftragte. Unser Physik-Lehrbeauftragter hatte mich in einer der ersten Vorlesungen im ersten Semester wegen einer (seiner Meinung nach dummen) Frage abgestempelt. Er wollte wissen, auf welcher Schule ich vorher gewesen war und auf meine Antwort „Handelsakademie“ meinte er (wortwörtlich, mit abfälligem Unterton): „Na solche wie Sie brauchen wir hier.“ Noch ein Beispiel gefällig: Bei meiner Diplomfeier meinte der Präsident des Fachhochschulrates zu mir: „Bei Ihnen als Frau ist es mir eine besondere Freude, Ihnen das Diplom zu überreichen.“ Diese Geschichte habe ich schon oft erzählt und unter anderem auch die Reaktion bekommen, das hätte er doch nur gut gemeint. Warum ich mich denn so darüber aufrege …

Auf der anderen Seite erlebe ich auch immer wieder die oft abfällig betrachteten Krawall-Feministinnen, die anderen Frauen vorschreiben wollen, wie sie ihr Leben zu leben haben. Wenn eine Frau freiwillig länger bei den Kindern daheim bleiben möchte, wird sie deshalb verurteilt und als „Heimchen am Herd“ abgestempelt. Im Gegenzug werden „Karrierefrauen“, die es sich leisten können, für Kinderbetreuung Geld auszugeben, abschlägig als „Rabenmütter“ bezeichnet.

„Das Problem ist, dass man das Gefühl hat, dass alles zu kurz kommt. Dass man den Job nicht richtig macht, dass man die Familie nicht richtig macht“, erzählt Kapek. „Das Gefühl, dass man immer zu wenig macht, das hat man dauerhaft. Da muss man sich dran gewöhnen. Man lernt sehr viel: den eigenen Körper zu ignorieren und die eigenen Gefühle zu ignorieren.“

Viele dieser Probleme, mit denen wir als Frau im Alltag immer wieder konfrontiert sind, beschreibt die Autorin auch in ihrem Buch. Ihre Erfahrungen können in mancher Hinsicht erleuchten, vieles haben aber vermutlich die meisten von uns selbst bereits in der einen oder anderen Form erlebt. Der feministische Ansatz in diesem Buch ist ein solidarischer. Das Wort Netzwerk möchte ich dafür nicht verwenden, weil ich entgegen vieler anderer der Meinung bin, dass Frauen ohnehin Netzwerke haben, sie setzen sie nur nicht so für die Karriere ein, wie viele Männer das tun. In meinem Umfeld sehe ich haufenweise Frauen, die größere Netzwerke unterhalten als die meisten Männer. Und diese Netzwerke sind nicht nur größer, sie halten auch wesentlich fester zusammen, sie halten auf längere Zeit und sie halten auch in schwierigen Zeiten beziehungsweise gerade dann.

Zum Abschluss mein persönlicher feministischer Ansatz: Wenn Mädchen mit Autos spielen wollen, sollen sie das dürfen. Wenn Burschen Röcke anziehen wollen, sollen sie das dürfen. Umgekehrt genauso. Wenn Männer in Karenz gehen wollen, sollen sie das dürfen. Wenn Frauen nach der Geburt ihrer Kinder bald wieder arbeiten gehen wollen, sollen sie das dürfen. Umgekehrt genauso. Ich könnte noch einen Haufen Beispiele aufzählen, aber kurz gesagt: es geht mir um die Wahlfreiheit. Frauen sollten alle Möglichkeiten haben, sich zu verwirklichen und dabei nicht schief von der Seite angeschaut werden. Die Politik hat die Aufgabe, die dafür nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, ausreichend leistbare Möglichkeiten für Kinderbetreuung stehen dabei an oberster Stelle. Die Wirtschaft wiederum ist gefordert, flexible Arbeitsmodelle zu unterstützen und zu fördern. Jeder von uns ist gefordert, Toleranz gegenüber anderen Lebensmodellen zu zeigen und niemanden für seine persönlichen Lebensentscheidungen zu verurteilen.

Maeve Binchy – Ein Cottage am Meer

Ausblick auf die Türme der Sagrada Familia, Barcelona

Die Aufgabe, ein Buch zu finden, das an einem Ort spielt, den ich immer schon mal besuchen wollte, war gar nicht so einfach. Mein Sehnsuchtsort war immer Barcelona gewesen, seit dem Musical Gaudi faszinierte mich diese Stadt und der Architekt, der für so viele bekannte Bauten dort verantwortlich ist, unter anderem die bis heute unvollendete Sagrada Familia. Im August 2010 war ich dort. Ein Stück weit wurden meine Vorstellungen erfüllt, aber auch der Zauber verflog zu einem guten Teil. Doch schließlich fiel mir Irland ein. Eine gute Freundin hat vor vielen Jahren ein paar schöne Monate dort verbracht und wir hatten auch mal gemeinsam Pläne geschmiedet, einen Urlaub dort zu verbringen, zur Umsetzung kam es jedoch nie. Jetzt plane ich eine Reise nach Dublin. Und hoffe, dass es klappt.

ein Vorsprung an der Fassade der Sagrada Familia, dort liegt ein verlassener Teddy

Nach dem arbeitsbedingt anstrengenden Juni und den großteils schwierigen und traurigen Büchern der letzten Zeit wollte ich etwas Entspannendes lesen und mich einfach nur unterhalten lassen. Auf Goodreads suchte ich dann nach einem Buch, das in Irland spielt und Maeve Binchy ist wohl eine der bekanntesten irischen Autorinnen. Meine Hoffnung, eines ihrer Werke in der Bücherei verfügbar zu finden, wurde schnell bestätigt.

Am Anfang plätscherte mir die Geschichte noch zu sehr dahin. Erzählt wird zuerst aus der Perspektive der Auswandererin Chicky Starr, die mit einem jungen Amerikaner ihre Heimat an der Westküste Irlands verlässt. Nach nur wenigen Monaten ist die junge Liebe verflogen und Chicky steht allein da. Vor ihrer Familie schämt sie sich jedoch so sehr, dass sie ihnen Lügen über Lügen auftischt. Erst nach vielen Jahren lässt sie den vermeintlichen Ehemann Walter bei einem tragischen Autounfall versterben und kehrt in ihr Heimatdorf zurück, um dort ein Hotel zu eröffnen.

In weiterer Folge wechselt die Perspektive, wir lernen Chickys Familie kennen und schließlich alle Gäste, die Stone House in der ersten Woche beehren. Jeder von ihnen hat seine eigenen Dämonen, seine eigene Vergangenheit, seine eigene Geschichte mit nach Stoney Bridge gebracht. Bis auf eine einzige Ausnahme können sie von ihrer Zeit in Stone House profitieren und schlagen teilweise sogar neue Kapitel in ihrem Leben auf. Entspannende Sommerlektüre für zwischendurch.

Reading Challenge: A book set somewhere you always wanted to visit

Bas Kast – Ich weiß nicht, was ich wollen soll

Irgendwann voriges Jahr hatte ich dieses Buch schon mal vor einem lokalen Buchgeschäft in der zweiten Homezone in der Hand gehabt, jedoch war ich mit kleinem Gepäck unterwegs zu einer längeren Expedition und habe deshalb vernünftigerweise nicht das Hardcover gekauft. Nun fiel mir in der Hauptbücherei das Paperback in die Hand und da musste ich nicht lange überlegen.

Schon länger hatte ich mir vorgenommen, mich damit zu beschäftigen, wie ich mir selbst Entscheidungen (oder das Leben mit einmal getroffenen Entscheidungen) leichter machen könnte. Also warum nicht mal die Psychologie dahinter untersuchen? Diese Erwartung hat dieses Buch bei mir nicht (ganz) erfüllt. Der Autor untersucht anhand unterschiedlichster Studien in mehreren Subkapiteln die Frage, warum der moderne Mensch sich mit Entscheidungen überhaupt so schwer tut.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich durch Technik und Entwicklung einiges zum Positiven verändert. Viele Menschen in den Industrienationen müssen nicht körperlich schwer arbeiten und haben beinahe unendliche Möglichkeiten, sich zu entfalten. Dadurch müsste eigentlich das Glücksempfinden gestiegen sein, Studien zeigen jedoch das Gegenteil. Bas Kast findet dafür folgende Gründe: Wer so viele Möglichkeiten zur Auswahl hat, fühlt sich auch unter Druck gesetzt, diese zu nutzen. Täglich können wir im Internet von den Erlebnissen & Erfolgen (Weltreisen, Firmengründungen, Statussymbolen, …) lesen, dabei sitzen wir auf der Couch und vergleichen unser eigenes (scheinbar) langweiliges Leben mit diesen Highlights anderer Personen. Und bekommen dabei unweigerlich das Gefühl, unsere eigene Zeit und unsere eigenen Möglichkeiten nicht bestmöglich auszunutzen.

So gesehen ist mit der gestiegenen Freiheit der Druck auf die Psyche nicht geringer, sondern paradoxerweise größer geworden. Einerseits sind unsere Ansprüche angesichts der vielen Optionen, die uns die gegenwärtige Welt bietet, hoch. Andererseits fällt jeder Fehlgriff unweigerlich auf uns zurück: Versauen wir unser Leben trotz der ganzen Möglichkeiten, die wir im Gegensatz zu unseren Eltern oder Großeltern haben, sind wir nicht nur unzufrieden. Wir fühlen uns auch noch schuldig.

Jede Entscheidung für eine Option ist auch eine Entscheidung gegen alle anderen möglichen Optionen (die wir vielleicht noch nicht einmal alle kennen). Beispiel: Entscheidung für einen Partner. Wer sich für eine Hochzeit und damit für eine langfristige Bindung an einen Menschen entscheidet, schließt damit viele andere Personen, die auch passen könnten, aus seinem Leben aus. Dasselbe gilt für die Entscheidung für einen Beruf, eine Karriere. Die erste Ausbildung im Leben muss heutzutage nicht mehr die letzte sein, umsatteln in späteren Jahren ist möglich, jedoch oft mit finanziellen Einbußen verbunden. Die Entscheidung für die erste (oder zweite oder dritte) Ausbildung beeinflusst massiv unseren Lebensweg und will daher gut überlegt sein.

So schön und beeindruckend die Vielseitigkeit meiner Bekannten ist, sie bedeutet für sie nicht nur ein Mehr, ein Plus, ein Gratis-Extra: Es gibt Momente, Tage, Wochen, da zweifelt sie an ihrer Berufswahl, träumt von jenen anderen Karrieren, für die sie ebenfalls eine starke Neigung in sich spürt, eine Neigung, der sie aber nicht ganz nachgeben kann, weil das hieße, ihren Job als Wissenschaftlerin an den Nagel zu hängen. Während das Festlegen auf den Beruf des Forschers für ihren Mann etwas war, was sich gar nicht wie eine Entscheidung anfühlte, bedeutete dieses Festlegen für sie zugleich einen enormen Verlust.

Für die ausgeschlossenen (Sorry, but you are DISMISSED!) Optionen prägt der Autor den Begriff Alternativkosten. Dieser fällt besonders im Rahmen der Familienplanung auf. Viele Paare verschieben die Fortpflanzung nach hinten, um sich vorher der Karriere zu widmen. Doch je länger man wartet, umso höher fallen die Alternativkosten aus, umso mehr wirkt sich der Verzicht aus, wenn durch ein Kind das Leben komplett auf den Kopf gestellt wird.

Je mehr Möglichkeiten einem die Welt bietet, desto größer fällt dieser kinderbedingte Verzicht aus. In einer Welt „unbegrenzter“ Möglichkeiten stehen somit für jene, die ein Kind wollen, einmal mehr hohe Alternativkosten an.

In einem späteren Kapitel kommt auch das Thema Beschleunigung zur Sprache. Speziell das Internet bietet uns tagtäglich dermaßen viele Ablenkungen an, bei jedem Tweet, der einen Link enthält, müssen wir entscheiden, ob wir ihn anklicken oder nicht.

Mich schmerzt in diesem Zusammenhang nach wie vor immer wieder die Erkenntnis, dass ich nicht ALLES lesen kann oder dass ich niemals ALLE Geocaches finden kann, weil die Zeit einfach dafür nicht ausreicht. (Angenommen ich kann meine Leserate von etwa 50 Büchern/Jahr halten und ich würde 80 Jahre alt werden, hätte ich noch 2.350 Bücher zu lesen. ARGH. Wie soll ich mich da jemals wieder für eines entscheiden? Und gegen alle anderen?) Immerhin gab es einen Zeitpunkt in meinem Leben, zu dem ich alle Geocaches in San Marino gefunden hatte … den kann mir niemand mehr nehmen.

Im Prinzip bleiben uns nur zwei Strategien, mit der heutigen Optionsvielfalt fertig zu werden, und beide Strategien haben etwas Unbefriedigendes: Entweder man tut unendlich viel, oder man verpasst unendlich viel. Da keiner unendlich viel tun kann, leiden wir alle unter dem Gefühl, stets etwas zu verpassen (was wir ja auch tun), und um dieses Gefühl zu minimieren, versuchen wir in die 24 Stunden, die uns täglich zur Verfügung stehen, so viele Tätigkeiten wie möglich zu pressen.

Die für mich (überraschende) gute Nachricht: auf der Skala zwischen Maximiererin und Genügsame liege ich im Mittelfeld. Der Begriff Maximierer bezeichnet Menschen, die immer alle Optionen im Detail evaluieren, die sich schwer zufriedengeben können, die nach Perfektion streben und sich oft gar nicht entscheiden, um nur keine falsche Entscheidung zu treffen. Am anderen Ende der Skala finden sich die Genügsamen, die sich mit einer „good enough“-Lösung zufriedengeben und dann im Allgemeinen auch besser mit ihrer Entscheidung leben können und weniger zweifeln. Ich hatte mich selbst eher auf der Maximierer-Seite gesehen, möglicherweise tragen meine Bemühungen zum insgesamt genügsameren Leben aber auch bereits Früchte.

Um sich die Entscheidungen im Leben zu erleichtern, schlägt der Autor dann doch eine Strategie vor: die Träume einem Praxistest unterziehen. Oft malt man sich ein anderes Leben deutlich schöner aus, man sieht nur die guten Seiten und nicht die negativen Aspekte.

Warum all diese lästigen Praxistests so wichtig sind? Erstens ist unsere Vorstellungskraft begrenzt. Was aber noch entscheidender ist: Unsere Phantasie hat, wie wir alle wissen, die Angewohnheit, sich die Dinge schönzufärben. Einzig und allein der mutige Praxistest gibt uns ehrlichen Aufschluss darüber, ob uns etwas wirklich Freude bereitet, ob etwas zu uns passt oder auch: ob wir etwas können.

Die andere gute Nachricht: wenn man ein Buch hat, das man wirklich lesen will, dann ist auch die Leseflaute umgehend dahin. Sogar unter Zeitmangel.

Reading Challenge: A nonfiction book

BJ Gallagher – It’s Never Too Late to Be What You Might Have Been

Sterne(c)ba1969-SXC

“I didn’t know,“ Frank replied. “On Ash Wednesday of this year I was interviewing the local Catholic bishop for an Easter story. ‘Are you OK?’ he asked me. ‘You don’t seem like yourself.’ I told him what was going on. I explained how I was sending out dozens of résumés and trying my best to figure out what to do next. I’ll never forget his words–he said simply, ‘Sometimes you need to stop looking and just listen.’“

Most of us wonder sometimes, if the life we are leading is what we really want. This book encourages you to change your life, if you are not satisfied with what you have. You can have a second career, you can have a new job, you can have a new love. That’s the message that BJ Gallagher is telling the reader.

The best jobs are those that are a little to big for you. They force you to stretch and grow. Welcome the challenge of new jobs or careers that will test you and push you in positive ways.

You should always try to go a little further than you think you can. Where’s the challenge if you never try? Of course you don’t throw away what you have without a plan B. There a no formulars for how you should lead your life, for how you can find out what you really want and then how to get it. But there are some tips that one can learn from the experience of others. And the most important thing is encouragement. Others have already done it, so why shouldn’t I?

Here’s what I tell my workshop participants: When you’re Dorothy and your goal is the Emerald City, you are willing to take any path to get there. Determination is like an iron fist in your gut. You will not be dissuaded from your dream because there’s a witch on the road, or flying monkeys overhead, or a forbidding guard between you and the Emerald City. You will never be one of those small-minded people who are content to stay forever in Munchkinland. You must be determined to get to the Emerald City or die trying. That’s what it takes to be successful.

Deutsche Zusammenfassung: Viele von uns fragen sich, ob das Leben, das wir leben, wirklich das ist, was wir wirklich wollen. Dieses Buch macht uns Mut, unser Leben zu verändern. Wir können eine zweite Karriere haben, einen neuen Job oder eine neue Liebe. Das zeigt uns BJ Gallagher mit den gesammelten Geschichten in diesem Buch.
Wir sollten immer etwas weiter gehen, als wir uns selbst zutrauen. Wir müssen die Herausforderung annehmen, sonst kommen wir nicht weiter. Es gibt kein Rezept dafür, wie wir erreichen können, was wir wollen. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Andere haben es bereits geschafft, warum nicht auch wir?