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English Roman

Sara Gruen – At the Water’s Edge

If finding the monster was what it was going to take to make Ellis feel whole again, then so be it. I just hoped there was a monster to be found.

Kürzlich scrollte ich in der Overdrive eLibrary durch die Neuerscheinungen und stieß dabei auf dieses Buch, was mich sofort daran erinnerte, dass mir Wasser für die Elefanten von derselben Autorin so gut gefallen hatte, dass ich neben dem Kindle-Buch nun auch eine Paperback-Ausgabe im Regal stehen habe.

Die dadurch hohe Erwartungshaltung wurde nur teilweise eingelöst. Die Leserin verfolgt Maddie auf ihrer Reise nach Schottland. Ihr Ehemann Ellis und dessen Kompagnon (Spießgeselle würde auch passen) Hank wollen in Schottland nach dem Monster von Loch Ness suchen, um die angekratzte Familienehre wiederherzustellen. In der ungewohnten Umgebung beginnt Maddie schnell, ihren Ehemann mit anderen Augen zu sehen. Sie knüpft Freundschaftsbeziehungen zu den Menschen vor Ort und entfernt sich immer weiter von ihrem früheren Leben. Es kommt schließlich zum Showdown, in dem Maddies Ehemann Ellis sein wahres Gesicht zeigt.

Zu Beginn war mir die Protagonistin so unsympathisch, dass es einige Zeit gedauert hat, bis ich mich in die Geschichte reinfinden konnte. Zu einem späteren Zeitpunkt störte mich dann das Umkippen in das klassische „starker Mann, schwache Frau“-Schema; ich hätte es lieber gesehen, wenn Maddie sich etwas mehr selbst gerettet hätte, als gerettet zu werden. Alles in allem war es eine entspannte Lektüre, die mich einige Abende lang unterhalten hat.

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Humor Roman

Isabel Bogdan – Der Pfau

Dieses Buch stand schon lange auf der Liste und beim letzten Besuch in der Bücherei Hernals habe ich es aus der Kategorie Heiteres gefischt. Das Etikett passt: gerade das Richtige für den Urlaub. Eine Gruppe von Investmentbankern reist zu einem Teambuilding-Wochenende in ein abgelegenes Tal in Schottland. Der titelgebende Pfau ist alles andere als ein freundliches Wesen, ohne zu spoilern kann ich sagen: der Pfau ist verrückt geworden. Als dann auch noch die Gans verschwindet, sind die Wogen kaum noch zu glätten. Die weiteren Umstände führen zu allerlei Verwicklungen, die beteiligten Personen haben jeweils unterschiedliche Vermutungen, die jedoch niemand laut ausspricht. Erst nach dem Lesen sind mir die feinen Details auf dem Cover ins Auge gefallen. Clever geschriebene Unterhaltung.

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Krimi Roman

Ian Rankin – Die Tore der Finsternis

Beer(c)StefanG81/SXC

„Wie hieß noch gleich dieser Song von The Clash?“
„Career Opportunities.“
„Genau. Ich hatte immer das Gefühl, dass es sich für jemand wie mich nicht gehört, The Clash zu mögen: zu alt und unpolitisch.“

Nach einem mehr oder weniger gezielten Teebecherwurf wird Inspektor Rebus ins Ausbildungscamp geschickt, wo er sich mit anderen Kollegen, die sich ebenfalls schlecht benommen haben. Gemeinsam werden sie auf einen ungelösten Fall angesetzt, es stellt sich heraus, dass Rebus bereits mit den mutmaßlichen Beteiligten zu tun hatte. Es entspinnt sich schließlich eine Verbindung zur Mordermittlung, die Rebus im Hauptquartier zurückgebliebene Kollegin Siobhan beschäftigt. Der Maler Edward Marber wurde ermordet und dahinter steckt weit mehr als zu Anfang ersichtlich ist.

Viele gerechtfertigte und ungerechtfertigte Verdächtigungen werden ausgesprochen, die Puzzleteile, aus denen sich das Bild letztendlich zusammensetzt sind äußerst klein und passen erst auf den letzten Seiten zueinander. Wie so oft sind die offensichtlich Unschuldigen letztendlich nicht so unschuldig, wie man denkt.

„Ich dachte, um Sie zu beruhigen, fahre ich mit Ihnen zu Cafferty.“
„Jetzt sofort?“
„Mit ein bisschen Glück erwischen wir ihn zu Hause. Aber ich möchte vorher noch in der Arden Street vorbeifahren, um etwas zu holen. Ach ja, und wir müssen mit Miss Meikle sprechen. Schauen Sie doch bitte nach, ob sie im Telefonbuch steht.
„Jawohl, Boss“, sagte Siobhan, die Bad und Fernsehen in weite Ferne rücken sah.

Foto: Stefan Gustafsson