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Humor Roman

Isabel Bogdan – Der Pfau

Dieses Buch stand schon lange auf der Liste und beim letzten Besuch in der Bücherei Hernals habe ich es aus der Kategorie Heiteres gefischt. Das Etikett passt: gerade das Richtige für den Urlaub. Eine Gruppe von Investmentbankern reist zu einem Teambuilding-Wochenende in ein abgelegenes Tal in Schottland. Der titelgebende Pfau ist alles andere als ein freundliches Wesen, ohne zu spoilern kann ich sagen: der Pfau ist verrückt geworden. Als dann auch noch die Gans verschwindet, sind die Wogen kaum noch zu glätten. Die weiteren Umstände führen zu allerlei Verwicklungen, die beteiligten Personen haben jeweils unterschiedliche Vermutungen, die jedoch niemand laut ausspricht. Erst nach dem Lesen sind mir die feinen Details auf dem Cover ins Auge gefallen. Clever geschriebene Unterhaltung.

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Krimi Roman

Ian Rankin – Die Tore der Finsternis

Beer(c)StefanG81/SXC

„Wie hieß noch gleich dieser Song von The Clash?“
„Career Opportunities.“
„Genau. Ich hatte immer das Gefühl, dass es sich für jemand wie mich nicht gehört, The Clash zu mögen: zu alt und unpolitisch.“

Nach einem mehr oder weniger gezielten Teebecherwurf wird Inspektor Rebus ins Ausbildungscamp geschickt, wo er sich mit anderen Kollegen, die sich ebenfalls schlecht benommen haben. Gemeinsam werden sie auf einen ungelösten Fall angesetzt, es stellt sich heraus, dass Rebus bereits mit den mutmaßlichen Beteiligten zu tun hatte. Es entspinnt sich schließlich eine Verbindung zur Mordermittlung, die Rebus im Hauptquartier zurückgebliebene Kollegin Siobhan beschäftigt. Der Maler Edward Marber wurde ermordet und dahinter steckt weit mehr als zu Anfang ersichtlich ist.

Viele gerechtfertigte und ungerechtfertigte Verdächtigungen werden ausgesprochen, die Puzzleteile, aus denen sich das Bild letztendlich zusammensetzt sind äußerst klein und passen erst auf den letzten Seiten zueinander. Wie so oft sind die offensichtlich Unschuldigen letztendlich nicht so unschuldig, wie man denkt.

„Ich dachte, um Sie zu beruhigen, fahre ich mit Ihnen zu Cafferty.“
„Jetzt sofort?“
„Mit ein bisschen Glück erwischen wir ihn zu Hause. Aber ich möchte vorher noch in der Arden Street vorbeifahren, um etwas zu holen. Ach ja, und wir müssen mit Miss Meikle sprechen. Schauen Sie doch bitte nach, ob sie im Telefonbuch steht.
„Jawohl, Boss“, sagte Siobhan, die Bad und Fernsehen in weite Ferne rücken sah.

Foto: Stefan Gustafsson