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Krimi Roman

Henning Mankell – Die falsche Fährte

Raps (c) Barbara Thomas / PIXELIO

Er sah plötzlich etwas ein, was er vorher übersehen hatte. Hinter dem toten Mädchen standen andere Menschen. Die um sie trauern würden. In deren Köpfen sie für immer als lebende Fackel laufen würde, auf eine ganz andere Weise als in seinem. In ihren Köpfen würde das Feuer seine Spuren hinterlassen. Für ihn würde es langsam verblassen wie ein böser Traum.

Man soll ja nicht mit Superlativen um sich werfen, aber das ist definitiv der beste Wallander-Krimi, den ich bisher gelesen habe. Alles beginnt mit einem Mädchen, das sich in einem Rapsfeld selbst in Brand steckt. Scheinbar ein Selbstmord, der mit dem anschließenden Geschehen nichts zu tun hat. Da Wallander dran bleibt und das Mädchen identifizieren kann, ist natürlich bald klar, dass sie doch auf eine Art und Weise mit dem „Skalp-Mörder“ zu tun hat.

Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass es dem Leser kalt den Rücken hinunterläuft, wenn Wallander dem von ihm gesuchten Mörder gegenübersteht und nichts Böses ahnt. Wenn auch seine Tochter Linda wieder in Gefahr gerät, ohne auch nur das Geringste davon zu ahnen. Man wartet sehnlichst auf den Moment, an dem Wallander endlich den Mörder erkennt und mit der tatsächlichen Jagd beginnen kann.

Ein gelungener Griff ins Krimi-Regal für alle Fans des schwedischen Kommissars!

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Krimi Roman

Eva Rossmann – Freudsche Verbrechen

Ein hübscher Wiener-Krimi, wenn man den Eva-Rossmann-Stil, der von diversen Stimmen als feministisch bezeichnet wird, mag. Spannung gibts eher erst zum Schluss, bis dahin plätschern die Ermittlungen etwas dahin, es scheint mir nicht gerade der spannendste Mira-Valensky-Krimi zu sein, aber definitiv amüsant und unterhaltsam.

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Roman Thriller

Roman Rausch – Und ewig seid ihr mein

Grundsätzlich kann ich ja keine Bücher weglegen, aber bei diesem hier hab ich ernsthaft drüber nachgedacht. Eigentlich kann ich CSI und alle möglichen anderen grauslichen Krimiserien oder OPs am offenen Herzen ohne Gruseln anschauen, aber bei diesem Buch war ich echt knapp davor, psychisch aufzugeben.

Das eigentliche Thrillerhafte ist eigentlich die Personenführung, aber wie Rausch die Greueltaten des Mörders beschreibt, grenzt einfach an Folter, wenn man gezwungen ist, sich das Ganze bildhaft vorzustellen (was beim Lesen halt automatisch passiert). Von den Schmerzen der Opfer gar nicht zu sprechen …

Fertig gelesen hab ichs trotzdem, ab der Hälfte konzentriert es sich dann tatsächlich auf die Auflösung der Verhältnisse der beteiligten Personen, was dann auch zu etwas Verwirrung führen kann, aber auch die Genialität der Ausarbeitung der Geschichte zeigt.

Fazit: Ein grandioser Thriller, aber nicht als Einschlaflektüre und nichts für Zartbesaitete.

 

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Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis (Amazon)

(Dazu ist anzumerken, dass ich die letzten zwei Tage eine lange Zugreise absolviert habe, und es in dieser Zeit geschafft hab, sage und schreibe die Hälfte der fünf Bände zu verschlingen …)