Adam Haslett – Imagine Me Gone

If you think of memory not just as looking back but as being aware of time and how it passes and what the passage of it feels like, then there is something about being in motion that does cause it.

Dieser Roman thematisiert psychische Krankheit und wie sie sich nicht nur auf die betroffene Person sondern auch auf die Angehörigen auswirkt am Beispiel einer Familie. Die Betroffenen sind hier zuerst der Vater und später der älteste Sohn. Die Mutter hat zuerst mit der Krankheit ihres Partners zu kämpfen, sie trägt die Last auf ihren Schultern, die Familie zusammenzuhalten und macht es sich zur Aufgabe, die Kinder vor der Realität der nicht näher bezeichneten Krankheit des Vaters zu beschützen. Die Kinder bekommen natürlich trotzdem mit, dass etwas nicht stimmt und suchen sich ihre eigenen Wege, um mit dem abwesenden Vater klarzukommen.

Während Celia und Alec ihren Weg finden, wird Michael im Erwachsenenalter selbst von Angstzuständen und Panikattacken gequält. Seine Familie wünscht sich einerseits, dass es ihm besser geht, findet aber andererseits keine Möglichkeit, ihn zu verstehen und tatsächlich zu unterstützen. Die medikamentöse Behandlung bringt immer nur kurze Phasen der Linderung, bis sich der Körper an das Medikament gewöhnt. Der verwirrte Geisteszustand und die verzerrte Wahrnehmung von Michael werden durch ein ausführliches Therapieprotokoll verdeutlicht.

Letztendlich versuchen alle drei Geschwister, in ihrem Leben etwas zu finden, das ihnen zurückgibt, was sie an ihrem Vater verloren haben. Die Geschichte findet auch hier einen Mittelweg, um zu illustrieren, dass enge Beziehungen einerseits essentiell für die geistige Gesundheit und das persönliche Wachstum sind, aber andererseits auch nicht als Heilmittel für psychische Krankheiten dienen können. Diese trocken formulierte Botschaft versteckt sich zwischen den Zeilen dieser anrührend, aber nicht kitschig verfassten Familiengeschichte.

Depending on the hour, the insight either maddens or clarifies, sending you into despair, or clearing your vision by releasing you from the bonds of hope.