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Roman

Ken Follett – Die Säulen der Erde

Er hat recht, dachte Jack. Wenn Kinder wie Tommy frei und furchtlos aufwachsen sollen, dürfen ihre Eltern nicht vor William davonlaufen.

Obwohl ich als Kind vor keinem noch so dicken Wälzer zurückschreckte (im Gegenteil war ich sogar bei dünneren Büchern traurig, mich so schnell wieder von lieb gewonnenen Protagonisten verabschieden zu müssen), hatte ich mich erstaunlicherweise niemals über dieses Lieblingsbuch meiner Mutter hergemacht. In meiner Erinnerung hat sie es jeden Winter gelesen. Ich kann mich nicht erinnern, es jemals auch nur angefangen zu haben.

Philip ging die Glocke läuten. Ein Herrscher, dachte Jack, der den Frieden bewahrt, für Gerechtigkeit sorgt und die Armen nicht unterdrückt. Aber muss man wirklich keusch leben, um das zu können?

Rückblickend betrachtet muss ich leider sagen: ich hätte nichts verpasst. Kein einziger Charakter in diesem Buch ist mir ans Herz gewachsen. Obwohl abgesehen vom rechtschaffenen Mönch / Prior / Bischof Philipp jeder seine Schwächen hat und von seinen eigenen Dämonen verfolgt wird, konnte ich mich nicht hineinfühlen. Nicht so meins.

Reading Challenge: A book your mom loves

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Krimi Roman

Uwe Klausner – Die Bräute des Satans

Gegen seinen Willen, als drücke ihm jemand das Kinn in die Höhe, hob der Mörder von Bruder Severus schließlich den Blick. Und erkannte mit Entsetzen, weshalb der Bockbeinige die Mehrzahl benutzt hatte.

Da muss erst Weihnachten kommen und die interessante Erkenntnis, dass ich tatsächlich einen Blogeintrag unter den Tisch fallen haben lassen, den ich nachträglich nicht mal mehr einsortieren kann. In der Kindle-App am iPad – wie, da soll ich schon bei 80% sein? – das muss ein Fehler sein. Genaueres Hinschauen ergab dann, dass ich sogar schon bei 100% war … allerdings verstehe ich nachträglich schon, warum ich das schnell vergessen wollte …

Ein Mönch, der im Kloster Mordfälle löst. Äußerst blumige Sprache, deutlich unpassend für die angepeilte mittelalterliche Zeit und auch der Kriminalfall ist eher unoriginell. Ist nun der Mörder vom Teufel besessen? Will das ein mittelalterliches CSI sein oder eher Sleepy Hollow? Der Autor konnte sich offenbar nicht entscheiden.

Eine unschuldig angeklagte Hexe, ein dämonischer Inquisitor, ein gepeinigter Schüler (Anleihen bei Der Name der Rose?) – viele Bestandteile, die am Ende zwar einen Roman ergeben, jedoch keinen, der sonderlich im Gedächtnis bleibt. Offensichtlich.