David Knowles – Die Geheimnisse der Camera obscura

Bei meinem kürzlichen Aufenthalt in Karlsruhe entdeckte ich erst vor Ort diesen Bücher-Geocache und seine besondere Logbedingung: Das „Log-Buch“ ist selbst mitzubringen, in das Buch soll ein ausgedruckter Zettel eingeklebt werden, der dann als persönliches Log dient. Um ein Buch von zuhause mitzubringen war es natürlich zu spät. Da ich nun aber beim Mitcacher bereits das Ausdrucken des Logzettels beauftragt hatte, musste ich auf die Schnelle noch ein Buch auftreiben: entweder eines, das ich bereits gelesen habe oder eines, das ich noch während des Aufenthalts lesen kann. Es kam zu Zweiterem, in einem Antiquariat entschied ich mich für diesen überschaubaren Roman.

Die titelgebende Camera obscura (Lochkamera) ist der Schauplatz der Reflexionen des Ich-Erzählers, der in Tagebuch-artigen Einträgen einerseits von den Besuchern in seiner Camera obscura und andererseits von der Entwicklung des Prinzips der Camera obscura erzählt. Er beschreibt mehrere (fiktive?) Mordfälle, die mit der Camera obscura in Verbindung stehen sollen. Auslöser dafür ist die Ermordung einer Frau in der nahen Umgebung – einer Frau, die selbst Besucherin der Camera obscura war.

Ohne zu viel zu verraten, kann ich hier nur sagen, dass diese Geschichte in ihrer Kürze ein sehr gelungenes Spannungsgeflecht aufbaut und auch das Ende trotz vorheriger Anzeichen überraschend kommt. Durchaus ein würdiger Kandidat als „Log-Buch“ für den Bücherwurm. Mehr Geocaching-Geschichten aus Karlsruhe gibt es hier bei Dosenkiwi.