Elizabeth Strout – My Name is Lucy Barton

It was the sound of my mother’s voice I most wanted; what she said didn’t matter. And so I listened to the sound of her voice; until these past three days it had been a long time since I had heard it, and it was different.

Im Zuge eines 9-wöchigen Krankenhausaufenthalts reflektiert die Titelfigur Lucy Barton über ihr Leben. Ihr Mann besucht sie nur sehr ungern im Krankenhaus, die Kinder sind eingeschüchtert vom Aussehen der kranken Mutter. Eine Überraschung ist der Besuch von Lucys Mutter, mit der sie in den vergangenen Jahren kaum Kontakt hatte. Aus den Gesprächen und den Analysen der Gespräche zwischen Mutter und Tochter erfährt der Leser von den ärmlichen Verhältnissen, in denen Lucy aufwuchs, von der Abhängigkeit, der mangelnden Wärme und Liebe der Elteren, des täglichen Überlebenskampfs der Armut. Diese Faktoren prägen Lucys Leben mit ihrem Ehemann und ihren Kindern und formen ihre Perspektive auf die Welt.

In den Erzählungen springt sie zwischen Zeitebenen hin und her und erzählt teilweise auch Episoden, die erst lange nach diesem Krankenhausaufenthalt, der als eine Art Zäsur, als Wendepunkt in ihrem Leben fungiert, stattfinden. Die Begegnung mit einer Autorin, bei der Lucy später einen Schreibworkshop absolviert, inspiriert sie dazu, sich mit ihrem Leben schreibend auseinanderzusetzen. Diese Aufarbeitung ermöglicht ihr schließlich das Aufbrechen verinnerlichter Perspektiven und einen neuen Blick auf ihr Leben.