Bernard Cornwell – Die Herren des Nordens

Im dritten Teil der großen Uthred-Saga muss unser Held einiges erleiden. Vom Dänen Guthred, den er gerettet und ihm auf den Thron geholfen hat, wird er verraten und auf einem Sklavenschiff angekettet. Die Erzfeinde Kjartan und Sven, der Einäugige treten erneut auf den Plan und genau als Uthred ihm wehrlos in die Hände zu fallen droht, steigt der Deus ex machina vom Himmel:

Da wusste Sverri, dass er verloren hatte. Er verbeugte sich, ließ die Kette an meinem Hals los und trat einen Schritt zurück, und ich wog die Kette in meiner Hand und schleuderte ihr loses Ende nach Sven, und es fuhr zischend an seinem Gesicht vorbei und drängte ihn zurück. Und dann rannte ich. … Es war besser zu ertrinken, dachte ich, als Svens Folter zu erleiden. Da zügelten die Reiter ihre Pferde. Sven rannte zwischen ihnen hindurch, und dann blieb auch er stehen, und ich stand bis zur Brust im Fluss, und die Kette in meiner Hand störte mich, und ich bereitete mich darauf vor, mich rücklings ins Todesdunkel des Wassers zu stürzen, als Sven selbst einen Schritt von mir weg tat … Und da kam vom Meer, vorangetrieben von seinen Zwillingsrudern und der schnell steigenden Flut, das rote Schiff.

Noch eine weitere Schlacht bestreitet Uthred in diesem Band. Wie auch Derfel Cadarn in Cornwells Arthus-Geschichte ist er mit Leib und Seele Krieger. Der vierte Band Schwertgesang ist bereits erschienen. Im dritten Teil war Uthred erst um die 20 Jahre alt, es könnten also noch einige Bände folgen, was ich mir an dieser Stelle recht herzlich wünschen möchte.

Bernard Cornwell – Der weiße Reiter

Die Fortsetzung des Weltbestsellers „Das letzte Königreich“: „Wieder eine absolute Spitzenleistung vom Meister des Fachs.“ BOOKLIST

Soweit der Klappentext und so schlimm das ist, ich habe dem beinahe nichts hinzuzufügen.

Während der fromme König Alfred versucht, die Dänen mit Gebeten auf den richtigen christlichen Pfad zu bringen, sucht Uhtred weiter den Kampf. Wie die Zeit zeigt, hat er damit Recht. Man möchte den nächsten Roman dieser Reihe („Die Herren des Nordens“, er blinzelt mich vom Regal aus an) sofort zur Hand nehmen und weitere Stunden in dieser Welt verbringen. Ich versuche trotzdem, vorher zumindest eines der beiden angefangenen Bücher noch zu Ende zu bringen, bevor ich etwas Neues aus dem jetzt nach Weihnachten endgültig überfüllten Regal nehme.

Cornwell ist tatsächlich ein Meister seines Faches, wer sich für historische Romane erwärmen kann: Sofort kaufen.

Bernard Cornwell – Das letzte Königreich

Vorausgeschickt sei, dass ich ein riesiger Cornwell-Fan bin, ich liebe die Art, wie er seine Geschichten aufbaut, ich hatte auch diesen Roman in Windeseile durch, weil er innerhalb kürzester Zeit die Spannung aufbaut, die dafür sorgt, dass man das Buch absolut nicht mehr aus der Hand legen will.

Das Buch erzählt die Geschichte von Utred, der als Engländer geboren wird, bei den Dänen, die kriegerisch ins Land einfallen, aufwächst und schließlich auf Seiten der Engländer gegen die Dänen kämpft, nachdem sein Ziehvater Ragner von einem seiner Kampfgenossen verraten und deshalb ermordet wird. Utred muss sich darüber klar werden, welche Seite er einnehmen will und bis zum Ende des Buches schwankt er immer wieder, den seinen Wunsch, seine Burg, die ihm vom Onkel geraubt wurde, wiederzubekommen, kann er nicht umsetzen, solange der Kampf zwischen Engländern und Dänen tobt.
Letztendlich wird er sich wohl für die Engländer entscheiden, obwohl bis dahin wohl noch einige Seiten vergehen werden.

Zu meiner Freude ist es außerdem der erste Band einer weiteren Trilogie, ich muss mich also alsbald nach der Fortsetzung umsehen. Bis dann gibt es vielleicht endlich die Fortsetzung von Lustbaders “Der dunkle Orden”.