Giacomo Casanova – Gefangenschaft und Flucht aus den Bleikammern

Dogenpalast (c) Achim Lückemeyer / PIXELIO

„Ich beschwöre Sie“, sagte ich, „ersparen Sie mir den herzzerreißenden Anblick Ihrer Tränen.“ Er sammelte sich und umarmte mich, während er mit gütigem Lächeln sagte: „Fata viam inveniunt.“ (Das Schicksal geht seinen Weg.)

Das Schicksal schickt Casanova in diesem Fall direkt ins Gefängnis. Aus seiner Sicht wird er unschuldig wegen eines erdichteten Verbrechens festgesetzt. Die Einzelzelle, die ihn mürbe machen soll, erfindet er zuerst als Vergünstigung, erkennt jedoch schnell, dass es sich dabei nicht um die zuerst angenommene Gnade handelt. Erst als seine Fluchtpläne Gestalt annehmen, wünscht er sich die Einsamkeit zurück.

Der erste Fluchtplan schlägt fehl, nur mit List gelingt es ihm, den Wärter davon zu überzeugen, den entdeckten Fluchtweg zu verstecken und den Fluchtversuch nicht zu melden. Schließlich gelingt ihm durch die Komplizenschaft mit den Mitgefangenen auf unerwartetem Wege die Flucht.

Eine Leseempfehlung vermag ich nicht auszusprechen. Das Buch hat mich zwei Tage lang durch die Londoner U-Bahn begleitet, aber neben Stieg Larsson und Pascal Mercier wirkt der gute Casanova leider wie ein elender Langweiler.