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Roman

Beate Maly – Gold aus der Wiener Werkstätte

CN: Mord, Blut, Prostitution, Armut


Dieses Buch habe ich tatsächlich gewonnen. Bei einer Verlosung in einem Blog. Später habe ich auch noch herausgefunden, dass ich den Autor dieses Blogs von einer früheren Arbeitsbeziehung her persönlich kenne. Was für ein schräger Zufall.

Als ich schrieb, dass ich dieses Buch gewinnen will, dachte ich aber, es würde zu einer anderen Reihe von Beate Maly gehören, der über die pensionierte Lehrerin Ernestine und den Apotheker Anton, hier im Blog zuletzt Mord auf der Donau. Diese Reihe spielt zur selben Zeit, in Wien kurz nach der Jahrhundertwende. Die wiederkehrenden Protagonist:innen sind hier der Ermittler Max von Krause und die ehemalige Fälscherin Lili Feigl (die sich offensichtlich in einem früheren Roman bereits begegnet sind).

Die Mord-Geschichte könnte vom ein psychologischen Hintergrund her auch aus einer Folge Criminal Minds stammen, die Ermittlungsmethoden sind jedoch deutlich anders. Max von Krause kämpft gegen seine Vorgesetzten, um die moderne (!) Technik des Fingerabdrucksvergleichs und der Fotografie in polizeilichen Ermittlungen einsetzen zu dürfen. Das Tempo der Geschichte ist gemächlich, wir erfahren viel Hintergrund über die Familien von Max und Lili. Auch das historische Wien wird ausführlich beschrieben, viele Schauplätze wecken in mir Erinnerungen (zumeist an Geocaches).

Mein Fazit: Blutiges Verbrechen, aber ansonsten cozy crime mit Wiener Lokalkolorit.