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Roman

Isabella Feimer – stella maris

CN: Vergewaltigung, Erwähnung Krieg


Bedeutungslose Reflexionen über Raum, über Zeit, liebster Joe, damit sie vergeht und ich vielleicht mit ihr, noch habe ich mich mit der Unsterblichkeit nicht abgefunden, […]

Ein Zufallsgriff in der Bücherei, weil ich das, was ich eigentlich wollte, nicht finden konnte. Gedichte / Lyrik sind für mich eher schwierig zu lesen, weil so viel Interpretation dabei ist, so viele Unklarheiten. Das ist bei diesem Buch ähnlich. Die Schreibweise mäandert vor sich hin, es gibt keine vollständigen Sätze, oft stehen einzelne Worte in einer Zeile, Gedankengänge werden abgebrochen und (manchmal) später fortgesetzt. Es ist nicht einfach zu lesen, hat mich aber doch sehr beeindruckt. Ob das Buch schon als novel in verse gilt? Das müssen andere beurteilen.

Die wenigen namentlich bezeichneten Protagonist:innen befinden sich auf einem Raumschiff, falls ein Ziel genannt wurde, habe ich es wieder vergessen. Die Stimmung ist jedenfalls düster und hoffnungslos. Die Protagonistin Eva verliert sich in Erinnerungen, lässt den Duft von Orangenlikör wieder aufleben, übermalt Anführungszeichen mit Butterblumen und erinnert sich an frühere Liebschaften.

Nur noch Stücke vorhanden, Unvollständiges, Fragmente von Leben, von der Zeit zerfetzte Leinwand, in die gehüllt ich immer wieder erwachte, dort ein Relief, das mir gewesene Zukunft zeigte, […]

Einen roten Faden suchte ich zunächst, habe mich dann aber einfach der Sprachmelodie hingegeben. Vielleicht ist das ein anderer Zugang; vielleicht muss ich meine Suche nach der Bedeutung eines Textes hintan stellen und einfach nur den Worten und ihrem Gefühl folgen.