Ian Fleming – Tschitti Tschitti Bäng Bäng

Erster Gedanke beim Blick auf den Namen des Autors rechts oben auf dem Cover: Ian Fleming. War das nicht der mit James Bond? War er. Eigentlich erstaunlich, dass der sich in zwei so komplett unterschiedlichen Genres einen Namen machen konnte. Laut Wikipedia erschien der erste Bond-Roman Casino Royale ein Jahr vor Tschitti Tschitti Bäng Bäng.

Der Film Tschitti Tschitti Bäng Bäng war einer der Lieblingsfilme von meiner Schwester und mir in unserer Kindheit. Wir hatten damals schon ein Faible für Filme mit Musik. Weitere Favoriten waren Mary Poppins (die tanzenden Pinguine!) und Elliot, das Schmunzelmonster. Darauf folgten bald Grease und Dirty Dancing.

Ich war nicht wenig überrascht, dass das Buch eigentlich nur sehr wenig mit dem Film gemein hat. Genau genommen hat das Produktionsteam hauptsächlich das Auto und seine Wunderfunktionen übernommen, alle anderen Geschichten wurden ziemlich umgebaut. Im Buch ist die Familie Potts eine intakte Familie Vater-Mutter-Mädchen-Junge, während im Film die Kinder mit Vater und Großvater (ein schrulliger Kapitän) aufwachsen. Ohne diese Konstruktion wäre natürlich keine Liebesgeschichte möglich gewesen. Roald Dahl hat sich beim Drehbuch keine Freiheiten versagt.

Mit so vielen Kindheitserinnerungen kann ich mir eine gerechte Beurteilung sowieso nicht anmaßen und verkünde, dass mir der Film besser gefällt als das Buch. Eine Ausnahme.

Reading Challenge: A book that became a movie