Stieg Larsson – Verdammnis

Feuer (c) Raimund Berger/PIXELIO

Lisbeth Salander verbrachte die erste Woche, in der die Polizei hinter ihr her war, völlig undramatisch. Sie wohnte in aller Ruhe in ihrer Wohnung in der Fiskargatan in Mosebacke. Ihr Handy hatte sie ausgeschaltet und die SIM-Karte entfernt, denn sie hatte nicht vor, es noch einmal zu verwenden. Mit immer größeren Augen verfolgte sie die Schlagzeilen in den Internetausgaben der Zeitungen und die Nachrichtensendungen im Fernsehen.

Während im ersten Teil Verblendung der Wirtschaftskrimi um die Familie Vanger im Vordergrund stand, dreht sich hier nun alles nur um Lisbeth Salander und ihre Geschichte. Der Leser erfährt, wie Lisbeth Salander überhaupt dazu gekommen ist, einen rechtlichen Betreuer zu haben und sogar wie sie ihr Leben bestritt, bevor „all das Böse“ passierte. Mit dem durch einen Internetbetrug ergaunerten Geld will sie eigentlich nur weiter das Leben genießen, gerät jedoch schnell ins Zentrum einer Mordermittlung. Da sie sich bedeckt hält und eher allein eine Motorradgang bekämpft als mit der Polizei zu reden, wird sie bald als Teil einer lesbischen Satanistengang von der Polizei gesucht.

Während all ihre Freunde – alte wie Dragan Armanskij und neue wie der Boxer Paolo Roberto – ebenfalls nach ihr suchen, vornehmlich, um ihre Unschuld zu beweisen, ist es schließlich Mikael Blomkvist, der über die von Lisbeth gehackte Festplatte seines Laptops mit ihr Kontakt aufnimmt.

Erst wenige Seiten vor dem Ende wird klar, dass es kein Ende geben wird. Die Fortsetzung muss her und das so schnell wie möglich. Zum Glück ist sie bereits erschienen und hat bereits Platz auf dem Regal der ungelesenen Bücher bezogen.