Christoph Ransmayr: Die Schrecken des Eises und der Finsternis

An dieser Stelle beginne ich also, meine Leseerfahrungen aufzuzeichnen. Keine Ahnung, ob es sich bei diesem Werk um ein geeignetes Werk für den Beginn handelt, aber das Buch hat mich jedenfalls gefesselt.

Darin verfolgt der Erzähler die Nordpolexpedition unter Carl Weyprecht und Julius Payer, die nachweislich in den Jahren 1872 – 1974 statt gefunden hat. Heute kann sich niemand mehr vorstellen, welche furchtbaren Qualen die Forscher und ihre Besatzung damals erdulden mussten. Auch diesen Aspekt beschreibt Christoph Ransmayr aus der Sicht des Josef Mazzini, der sich über 100 Jahre später auf die Spuren dieser Expedition begibt.

Wer leicht friert, sollte sich dieses Buch eher nur unter der Sommersonne vornehmen, es lässt einen tatsächlich frösteln, wenn man über die im Polarkreis herrschenden Temperaturen liest und es draußen tatsächlich kalt ist (da ich oft in öffentlichen Verkehrsmitteln und unterwegs lese, habe ich tatsächlich während des Lesens auch teilweise gefroren). In jedem Fall beschreibt das Buch nicht trocken die Vorgänge, wie sie sich aus den Aufzeichnungen der beteiligten Personen rekonstruieren lassen, sondern versetzt sich auch in die Gefühlswelt, der durch unvorstellbare Entbehrungen geplagten Protagonisten.

Ein Roman, der fesselt. Sonnenscheinempfehlung! (oder Kaminfeuer)