Liane Moriarty – Big Little Lies

Ich weiß nicht, wie ich dieses Buch so gut verkaufen soll, wie es ist. Die Geschichte klingt so absurd, wenn man sie zusammenfassen will und ist doch so verdammt gut gemacht.

Wir verfolgen die Erlebnisse dreier Mütter, deren Kinder gerade im öffentlichen Kindergarten der Pirriwee Public School antreten. Sie haben unterschiedlichste Lebensvoraussetzungen. Madeline hat zusätzlich mit ihrer pubertierenden Tochter Abigail und deren Vater Nathan zu kämpfen, Celeste führt eine nach außen perfekt aussehende Ehe, die jedoch alles andere als perfekt ist, Jane ist als allein erziehende Mutter mit ihrem Sohn Ziggy neu in die Gegend gezogen und sucht Anschluss. Die zwischen den Kapiteln eingestreuten Kommentare anderer Eltern, die sich, wie später enthüllt wird (SPOILER), auf einen Zeitungsbericht zur verhängnisvollen Trivia Night beziehen, machen die Geschichte zusätzlich spannend.

Das Milieu rivalisierender Eltern muss man ertragen können, aber die Geschichte ist es ein für allemal wert. Die Figuren sind liebevoll charakterisiert und nur die Frage nach der Zukunft bleibt am Ende offen. Das muss aber auch so sein, ist es ja im richtigen Leben auch. Ein spannend geschriebener Roman, der mich so gefesselt hat, dass ich das Buch auf Reisen mitnehmen musste, weil ich die letzten ungelesenen Kapitel nicht für mehrere Tage zuhause liegen lassen konnte.

Reading Challenge: A book with antonyms in the title

Update März 2017: Big Little Lies wurde von HBO als Serie verarbeitet (IMDB)