Sergio Bambaren – Ein Strand für meine Träume

Die Zukunft kommt früh genug. Ganz gleich, was man tut. Und dann wird einem klar, wie wichtig es ist, dass man sich Zeit nimmt zu leben, glücklich zu sein.

Lebensweisheiten kann man heutzutage an jeder Ecke bekommen. Doch kein Glückskeks kann so schön verpackt sein wie diese inspirierende Geschichte aus der Feder von Sergio Bambaren. Der Autor selbst habt es geschafft, seine Träume zu verwirklichen, er konnte das Schreiben zum Beruf machen und dient uns nun als Vorbild und Inspirationsquelle.

John Williams ist erfolgreicher Firmenchef und hat so ziemlich alles, was man sich als Mensch wünschen kann. Trotzdem stellt er eines Tages fest, das er nicht glücklich ist. Was ihm fehlt, kann er nicht benennen. Im Park trifft er auf den scheinbaren Bettler Simon, der ihn zu kennen scheint und ihm vom Strand der Träume erzählt. Dort treffen sich die beiden im weiteren Verlauf immer häufiger. John scheint aus Simons Geschichten zu lernen, was ihm in seinem Leben fehlt. Auch wenn er erfolgreich ist und zufrieden sein könnte mit dem, was er erreicht hat, zeigt ihm Simon schließlich den Weg zu dem, was er vergessen hat.

Ich erinnere mich, Simon, dachte ich. Diese Augenblicke, die ich am Strand verbrachte, fühlten sich an wie die Momente vor so langer Zeit, als ich noch jede Minute meines Lebens genoss; als jeder neue Tag neue Herausforderungen, neue Hoffnungen brachte.

Wenn wir diesen Lebensweisheiten im Alltag begegnen, scheint es oft so, als ob wir ohnehin wüssten, was wir wollen und dass wir doch zufrieden sind im Großen und Ganzen. Tatsächlich sollten wir uns immer wieder in Erinnerung rufen, dass wir viel zu oft durch unser Leben hetzen, von einem Termin zum Nächsten. Viel wichtiger wäre, dass wir uns die Zeit nehmen, das Leben zu genießen. Und gerade die kleinen Momente sind es, die uns das ermöglichen. Gerade jetzt im Frühling denke ich da an den Moment, wenn die Rolltreppe aus der U-Bahn-Station auftaucht und man die frische, warme Luft tief einatmet und sich freuen kann, dass man endlich keinen Mantel mehr braucht. Nehmen wir uns die Zeit, Kindern beim Spielen und Vögeln beim Fliegen zuzuschauen. Es ist nicht wichtig, was wir in unserem Leben schaffen, sondern wie wir unsere Zeit verbringen.